Schmetterlings-Tagebuch Tag 4 (2016)

Samstag, 9. Juli

Direkt nach dem Aufstehen, schon vor dem Frühstück, habe ich nach den Raupen gesehen, ob zwei von ihnen, wie schon  gestern abend, am Becherrand nach oben klettern, zum Deckel hin. Das ist laut Informationsblatt von Insect Lore ein Zeichen dafür, dass sie zur Verpuppung bereit sind.

Tatsächlich, schon morgens bewegen sich zwei scheinbar zielstrebig am Rand hoch, Richtung Deckel, wie auf dem Foto zu erkennen ist. Gegen Abend ist eine von beiden mit einem Ende bereits ganz oben angelangt s. nächstes Foto. Wie spannend!

 

An den grauschwarzen Raupen sind gelbe Rückenlinien sowie kurze gelbliche bis graue Dornen zu erkennen wie vom BUND beschrieben. Beim genaueren Hinsehen kann ich sehen, dass sie "...auf jedem Segment einen Dornenring mit sich verästelnden Dornen" tragen (s. wikipedia). Hier ist auch zu lesen, dass sich die Raupen je nach Gebiet von vielen verschiedenen Pflanzen ernähren: Brennnesseln, Hülsenfrüchtlern, Korb- und Kreuzblütlern, Kratz- und Ringdisteln, Malven-, Raublatt- und Weinrebengewächsen. Die Atmung der Raupen geschieht laut dem Beiblatt durch kleine Atemlöcher, die sich beidseitig auf jedem Segment befinden. In Europa können zwei Generationen ausgebildet werden, die laut BUND in der Natur ab Juni in einzelnen zusammengesponnenen Blättern leben und  sich in ihren Blatttüten nach etwa vier Wochen verpuppen.

Auf den Fotos, die ich alle in der Nähe meiner Wohnung gemacht habe, sind mögliche Futterpflanzen der Raupe zu sehen. Von oben nach unten und links nach rechts:  Malven, Natternkopf (Rauhblattgewächs), Platterbse (Hülsenfrucht) und Stockrose (Malvengewächs), Distel, Brennnessel.

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